Hessischer Bildungsserver / Realschulen in Hessen

Resultate der ersten Landesprüfungen an Haupt- und Realschulen

Pressemeldung vom 19.07.2004

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 20. September 2004 00:00

Kultusministerin Karin Wolff ist in diesem Jahr besonders stolz auf die Abgänger der Haupt- und Realschulklassen. "Die Resultate unserer ersten Landesprüfungen sind ermutigend. Die Schülerinnen und Schüler haben besser abgeschnitten, als wir das bei der Konzeption der schriftlichen Arbeiten erwarten durften", sagte Wolff heute in Wiesbaden. Nach Auswertung von mehr als 85 Prozent aller Schulen entsprechen die Ergebnisse in allen Prüfungsfächern dem Durchschnitt einer normalen Klassenarbeit. "Das zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet wurden. Dafür möchte ich mich bei allen beteiligten Lehrkräften ausdrücklich bedanken", sagte die Ministerin.

Nach Auswertung von 387 der 449 Schulen haben die Prüflinge im Landesdurchschnitt über 60 Prozent der möglichen Punktzahl erreicht. Für die Note "ausreichend" waren mindestens 45 Prozent zu erbringen. Das heißt, der Landesdurchschnitt für Hessen liegt im Bereich der Note "befriedigend".

 

Im Vergleich der Schulämter zeichnet sich nach den vorliegenden Ergebnissen für alle sechs Fächer (pro Schulform jeweils Deutsch, Mathematik und Englisch) ein klarer Trend ab: der Landkreis Fulda setzt sich in fünf Fächern an die Spitze; bei einem Resultat (Hauptschule: Englisch) liegt der Main-Kinzig-Kreis ganz vorne. Zwei zweite Plätze belegen die Schulamtsbezirke Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner (Hauptschule: Deutsch und Mathematik) und Rheingau-Taunus/Wiesbaden (Realschule: Deutsch und Englisch), ein zweiter Platz geht an das Schulamt Lahn-Dill/Limburg-Weilburg (Realschule: Mathematik).

 

Das Ziel der Ministerin, beide Bildungsgänge zu stärken und aufzuwerten, ist klar erreicht. "Die Abschlüsse sind jetzt hessenweit vergleichbar", so Wolff. Die Prüfung belege, dass der Schüler das Ziel des Bildungsgangs erreicht hat. "Wir wollten gerechte Aufgabenstellungen, die den tatsächlichen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler erfassen. Das hat funktioniert", erklärte die Ministerin. Nur mit solchen standardisierten und transparenten Prüfungsverfahren sei feststellbar, ob Bildungsstandards eingehalten werden.

 

47.300 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an 449 Haupt- und Realschulen sowie den entsprechenden Bildungsgängen der Gesamtschulen haben an den Landesprüfungen 2003/04 teilgenommen. Die schriftlichen Prüfungen fanden nach zentral vorgegebenen Aufgaben in der Woche vom 24. bis 28. Mai statt. Deutsch und Mathematik sind für beide Bildungsgänge verbindlich, für den qualifizierenden Hauptschul- und den Realschulabschluss wird zudem eine Arbeit in Englisch geschrieben. Weitere Bestandteile sind für Hauptschüler die Projektprüfung, für Realschüler wahlweise eine Hausarbeit mit Präsentation oder eine mündliche Prüfung in einem vierten Fach.

 

Wolff bezeichnete die Landesprüfungen als "konsequenten Schritt auf dem Weg der Qualitätsentwicklung in unseren Schulen. Die Ergebnisse geben Aufschlüsse über die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens - sowohl auf regionaler Ebene als auch landesweit." In der ersten Runde 2003/04 kann die Prüfung im Abschlusszeugnis unberücksichtigt bleiben, wenn die Schülerin oder der Schüler dies wünscht. Angesichts der vorliegenden Resultate ist Wolff jedoch überzeugt, dass die meisten ihre Leistungen dokumentiert sehen wollen.

| 19.7.2004